
Personenauskunftsstelle
Wenn bei großen Katastrophen Menschen keinen Kontakt mehr zu Angehörigen haben, wird eine Hotline geschaltet – und wir sind am Telefon. Denn die Ungewissheit über den Verbleib eines lieben Menschen, gar eines Angehörigen, ist ebenso schwer zu ertragen, wie physisches Leid.
Aufgrund einer mehr als 150-jährigen Tradition und der Erfahrung in der Suchdienstarbeit wirkt das DRK auch bei zivilen Katastrophen mit. Grundlage dafür ist das Gesetz über den Brandschutz, die Hilfeleistung und den Katastrophenschutz (BHKG) des Landes Nordrhein-Westfalen § 38. Auf dieser Grundlage sind der Kreis Soest und der DRK-Kreisverband Lippstadt-Hellweg übereingekommen, dass das DRK im Katastrophenfall das Personal für eine Personenauskunftsstelle stellt. Diese wird bei Bedarf auf Veranlassung des Krisenstabes alarmiert.
Geschultes, ehrenamtlich tätiges DRK-Personal wertet die von der Einsatzstelle übermittelten Personaldaten der von der Katastrophe betroffenen Personen aus, erfasst diese und bereitet sie für eine Auskunftserteilung auf. Über eine dazu extra eingerichtete Telefonnummer können berechtigte Anrufende Informationen zum Verbleib von vermissten Personen erfahren.
Mehr als 20 Aktive aller Altersstufen bilden die hiesige Gruppe. Die Ausbildungs- und Übungsstunden finden zumeist am Donnerstagabend und Samstagvormittag einmal im Quartal statt.